Vom Dornröschenschlaf, der keiner ist

Liebe Olivenbäuerinnen und Olivenbauern auf Zeit - Ihr musstet lange warten, zu lange, um Neues aus und über Progetto UNO zu erfahren. Das tut mir aufrichtig Leid, zumal der fulminante Beginn unseres Projekt sich zu einer wunderschönen Geschichte weiterentwickelt hat. Es ist dies indes nicht der Ort, über das Wie und Wo und Was lange Erklärungen abzugeben - dies wird an anderer Stelle geschehen.

Und so will ich denn über den Dornröschenschlaf berichten, den Dornröschenschlaf der keiner ist. Nach einem für hiesige Verhältnisse langen und vor allem sehr kalten Winter galt unsere Sorge im Frühjahr der Frage: Wie ist es den Olivenbäumen in Progetto UNO ergangen? Wie haben sie den Höhepunkt diese frostigen Tage überlebt, die ab achten Februar erst mit Eisregen einsetzten, gefolgt dann von einer tüchtigen Portion Schnee mit Kälte -die Temperaturen sanken ab achten Februar 2012 für fast zwei Wochen auf -8° Celsius- und dem während vielen Tagen heulenden Tramontana, dem gefürchteten Nordwind aus dem Apennin? Nachdem wir gesehen hatten, wie in mehreren Olivenhainen in der Nachbarschaft etliche Olivenbäume erfroren sind, nahmen wir Anfang März einen ersten Augenschein. Wie gross war deshalb unsere Erleichterung, als uns die Bäume alle unversehrt empfingen. Ja, es war so etwas in der Luft wie: Keine Sorge, wir sind alle da. Ihr habt uns zwar letztes Jahr tüchtig geschoren, doch seht nur wie wir hier stehen, fest verwurzelt in der Erde, die einen üppiger, die anderen nach wie vor etwas zerzaust. Doch was soll's, jetzt ist der Winter vorbei und wir freuen uns auf den Frühling!'

Ja, uns so war es dann auch. Die Bäume entfalteten neues Laub, es war auch schon früh zu erkennen, dass sie nicht nur Blätter bilden sondern auch Blüten. Das ist nicht selbstverständlich und ich führe dies ein weiteres Mal auf die fachkundige und sehr sorgfältige Arbeit von Davide und Massimiliano. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen